Home
  Wir über uns
  Projekte
  Presse
  Download
  Kontakt
  Impressum

In Heppenheim zum ersten Mal gehört

Verein “Hilfe statt Mitleid" betreut behindertes Mädchen aus Brasilien

 

Bericht aus dem Jahr 2000

HEPPENHEIM (SP). Bereits seit einigen Jahren kümmert sich der Heppenheimer Verein »Hilfe statt Mitleid« um ein 16-jähriges, stark hörbehindertes Mädchen aus Brasilien. Neben der Möglichkeit eine Hörbehindertenschule zu besuchen und der Verbesserung der Lebensumstände war es seit längerer Zeit der Wunsch der Vereinsmitglieder gewesen, dem Mädchen auch in gesundheitlicher Beziehung zu helfen.

Nachdem bekannt war, dass bei ihr ein für eine Hörhilfe nutzbares Hörvermögen bestand, stand es für die Mitglieder des Vereins außer Frage diese Chance zu nutzen um Quiteria mit zwei Hörgeräten die für das Mädchen völlig neue Welt des Hörens zu erschließen. Vom Entschluss zur Hilfe bis zu deren Realisierung allerdings war es danach noch ein recht langer Weg. Trotz aller Bemühungen war es dem Verein nicht möglich das Mädchen an ihrem Wohnort in Brasilien mit geeigneten Hörgeräten zu versorgen, sodass sich - nach einiger Überlegung - der Vorstand des Vereins entschloss, Quiteria nach Deutschland zu holen, um sie hier optimal untersuchen und ausstatten zu können.

Die für die Reise erforderliche Erlaubnis der Eltern zu bekommen, war wegen der komplizierten Familienverhältnisse des Mädchens nicht einfach. Neben vielen Telefonaten und Briefen nach Brasilien war vor allem die Erlaubnis des weit im Hinterland lebenden Vaters zu bekommen schwierig und kostete so manche Nerven, wie der Vereinsvorsitzende Bernd Ertl erklärte. So konnte schließlich - auch mit Erlaubnis des zuständigen Jugendrichters - das Mädchen nach Deutschland kommen, wo Quiteria für insgesamt fünf Wochen im Haushalt des Vereinsvorsitzenden und seiner Ehefrau Beate untergebracht war.

Trotz mancherlei Verständigungsprobleme durch die Hör- und Sprachbehinderung des Mädchens war die Eingliederung in das Familienleben problemlos. Für Abwechslung sorgten dabei Ausflüge in den Frankfurter Zoo, in den Holiday-Park oder auch einige Stunden Reitunterricht.

In Zusammenarbeit mit der Heppenheimer Hörgeräteakustikerin Heike Wittwer konnte nun bald die Anfertigung der erforderlichen Otoplastiken erfolgen. Eine Woche später folgten bereits die beiden Hörgeräte. Ein bewegender Augenblick sei es sicherlich gewesen zu erleben, wie Quiteria zum ersten mal in ihrem Leben ihre eigene Stimme und Umweltgeräusche wahrnehmen konnte, so Bernd Ertl. Sehr wichtig sei auch gewesen, dass bei Hörgeräte Wittwer eine umfassende Einweihung in die Handhabung der Hörgeräte erfolgte, über den Wechsel der Batterien bis hin zum Auswechseln des Schallschlauches und der Justierung der Lautstärke. Schließlich müsse Quiteria zu Hause in Brasilien mit der Handhabung der beiden Geräte zurechtkommen.

P.S.: Der Verein ist beim Nikolausmarkt mit einem Stand in der Marktstraße

Bei Interesse senden wir Ihnen gerne den Besuchsbericht (auf CD) unseres Vorsitzenden über seinen letzten Besuch in Recife im März 2009.

 

... und auf sie sind wir besonders stolz ...

Ivaneide Lima da Silva (hier mit ihrem Sohn Lucas) ist für unseren Verein in Recife seit 1995 ehrenamtlich tätig. Sie besucht regelmäßig unsere Partner-Einrichtungen und informiert uns über die Situation vor Ort. Außerdem sorgt Ivaneide für die Verteilung der von unserem Verein zur Verfügung gestellten Fördermittel und Familienhilfen.

Sie ist eine ehemalige Schülerin der Einrichtung Joanita Portela in der sie später zeitweilig auch tätig war. Mit 19 Jahren kam sie 1992 zum ersten mal nach Deutschland.

Mit Hilfe ihrer ehemaligen Pateneltern besuchte sie 1994/95 für ein Jahr einen Deutsch-Sprachkurs in Darmstadt.
Neben ihrer Aufgabe für unseren Verein und ihrer Familie arbeitet Ivaneide als Fotografin.

 

Quiteria (heute 25 Jahre alt) war eines unserer Patenkinder und zugleich auch Sorgenkind.

Von Geburt an hochgradig hörbehindert kam sie im Jahr 2000 zu uns nach Deutschland und bekam hier dank der Unterstützung eines HNO-Arztes und einer Hörgeräteakustikerin zwei Hörgeräte die ihr mit damals 16 Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben das Hören ermöglichten.

Dies hat ihr so geholfen, dass sie heute eine Arbeitsstelle in einem Supermarkt hat.

 

Adriana (rechts im Bild) war 1991 mit damals 9 Jahren unser erstes Patenkind in Recife. Sie war Schülerin sowohl in Sao Miguel wie in Educandario Joanita Portela. Bis heute ist der Kontakt nie abgebrochen.

Mittlerweile ist Adriana 27 Jahre alt und - wie man auf dem Bild sieht - Mutter von 2 Kindern.

Renata (links im Bild), ehemalige Schülerin von Sao Miguel, konnte durch die Hilfe unseres Vereins in den letzten Jahren eine Berufsausbildung als Krankenschwester absolvieren. Mittlerweile ist Renata als examinierte Krankenschwester abwechselnd in Joao Pessoa und in Recife tätig.

 


©1995-2017 www.hilfestattmitleid.de • Alle Rechte vorbehalten! • DatenschutzWebmaster